Session Einblick 02

14.01.2026 | Brita Dreger

In dieser Session saß mir eine Kundin gegenüber, die spürte, dass „die Luft komplett raus ist“. Sie beschrieb sich selbst als abgerödelt, erschöpft und ständig das Gefühl habend, dass alles zu viel ist und sie trotzdem nicht vorankommt. Ihr Alltag fühlt sich an wie ein Weg ohne Wegweiser: keine Struktur, kein klares Wie, nur das Gefühl, funktionieren zu müssen. Während sie sprach, rieb sie sich unbewusst die Hände  die Haut juckt, ist schuppig, ein körperliches Zeichen dafür, wie sehr ihr System unter Druck steht.

Sie erzählte, dass sie sich schlecht fühlt, weil sie nicht weiß, wo sie anfangen soll, und gleichzeitig genervt ist von sich selbst, weil sie immer wieder Ja sagt, obwohl sie innerlich längst Nein meint. Der Spaß ist ihr abhandengekommen, nicht weil sie nichts Schönes erlebt, sondern weil ihr Nervensystem keine Kapazität mehr dafür hat. Wir haben gemeinsam erkundet, wie viel Last sie trägt und wie sehr sie versucht, allem gerecht zu werden, ohne sich selbst Raum zu geben.

Im Laufe der Session entstand ein erster Moment von Entlastung: Sie erkannte, dass ihr Zustand kein persönliches Scheitern ist, sondern ein deutliches Signal ihres Körpers und ihrer Psyche. Für mich war spürbar, wie sehr sie sich nach einem klaren, einfachen ersten Schritt sehnt nicht nach Perfektion, sondern nach einem Weg, der wieder Luft lässt. Am Ende konnte sie benennen, dass es nicht darum geht, alles zu schaffen, sondern überhaupt wieder einen Anfang zu finden, der sich machbar anfühlt.

„Der Spaß ist ihr abhandengekommen, nicht weil sie nichts Schönes erlebt, sondern weil ihr Nervensystem keine Kapazität mehr dafür hat.“

Brita Dreger

Drei Erkenntnisse aus dieser Session:

Weitere Impulse

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