Session Einblick 01
25.01.2026 | Brita Dreger
In der heutigen Session kam eine Kundin, die spürte, dass ihr Alltag gerade über alle Ränder läuft. Die Arbeit fordert sie mehr, als sie zugeben möchte, und gleichzeitig ist die Arbeit mit den Kindern zu Hause noch lange nicht vorbei. Alles fühlt sich an wie ein endloser Strom von Aufgaben, der keine Pause kennt. Sie beschrieb, dass ihr die Motivation fehlt, weil jeder Anfang schwer ist und sie das Gefühl hat, ihr Gleichgewicht nicht halten zu können:
Während sie sprach, wurde deutlich, dass ihre größte Herausforderung nicht ein einzelnes Thema ist, sondern das Gefühl, ständig „volle Taschen“ zu tragen egal womit. Es ist weniger der äußere Stress, sondern der innere Druck, der sie am meisten erschöpft. Wir haben gemeinsam erkundet, wie sie sich selbst in diesem Zustand begegnet und welche Erwartungen sie an sich trägt, die sie zusätzlich belasten.
Im Verlauf der Session entstand ein erster Moment von Weite: Sie erkannte, dass sie nicht versagt, sondern schlicht zu viel gleichzeitig trägt. Für mich war spürbar, wie sehr sie sich nach einem Ort sehnt, an dem sie kurz ablegen darf mental, emotional, körperlich. Am Ende konnte sie benennen, dass der Stress nicht gegen sie arbeitet, sondern ein Signal ist, das sie zurück zu sich führen möchte.
„Alles fühlt sich an wie ein endloser Strom von Aufgaben, der keine Pause kennt.“
Klientin
Drei klare, präzise Erkenntnisse aus der beschriebenen Session:
- Sie trägt dauerhaft zu viel gleichzeitig, und die Erschöpfung ist kein persönliches Versagen, sondern eine natürliche Reaktion auf Überlastung.
- Ihr größter Stress entsteht nicht durch äußere Aufgaben, sondern durch den inneren Druck, allem gerecht werden zu müssen.
- Ihr System zeigt deutlich, dass sie Pausen, Entlastung und realistische Erwartungen braucht, um ihr Gleichgewicht wiederfinden zu können.